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Implantologie

Die Implantologie hat ihre Kinderkrankheiten längst überwunden und sich zu einem sicheren zahnmedizinisch-chirurgischen Verfahren entwickelt. Implantate sind künstliche Zahnwurzeln in der Regel aus Titan, ausgebildet als rotations-symetrische Schrauben, die unter örtlicher Betäubung oder Narkose in den Kieferknochen eingesetzt werden. Die Einsatzgebiete der Implantologie sind vielfältig und lassen sich in verschiedene Gruppen einteilen:

  1. Fixierung von herausnehmbaren Zahnersatz im zahnlosen Ober- und Unterkiefer vor allem bei niedrigem Kieferkamm, Mundtrockenheit und schwierigen Bißverhältnissen.
  2. Verhinderung eines herausnehmbaren Zahnersatzes vor allem bei ein-oder zweiseitigen Freiendlücken und Eingliederung von festem Zahnersatz.
  3. Verhinderung von Brückenzahnersatz, indem die Lücken durch Implatate geschlossen werden und die Nachbarzähne geschont werden.
  4. Implantate als Hilfsmittel, die Prognose eigener, natürlicher Zähne zu verbessern, vor allem bei schwer parodontal geschädigtem Gebiß oder bei endständigen wurzelgefüllten Zähnen im Rahmen einer Gesamtsanierung, indem diese Zähne entlastet werden.

Weitere Vorteile der Implantate:

Behandlungskonzepte mit Implantaten bieten vielfältige Lösungsmöglichkeiten, die allerdings immer im Rahmen einer Gesamtschau eingesetzt werden sollten. Es macht z.B. keinen Sinn, Implantate einzusetzen, wenn Zahnfleischentzündungen das Einheilen gefährden. Implantate haben sich als eine Methode mit großer Erfolgssicherheit etabliert. In unserem Patientengut beträgt die Einheilquote 98 - 99% der gesetzten Implantate. Altersbegrenzungen gibt es keine, es sollte aber bei jungen Menschen das Kieferwachstum abgeschlossen sein. Um diese Erfolge zu erzielen ist in jedem Fall ein systematisches Vorgehen erforderlich.

Einbringen des ImplantatsEinbringen des ImplantatsEinbringen des ImplantatsEinbringen des ImplantatsEinbringen des Implantats

  1. Planungsphase
    Gesamtplanung und Konzept für das gesamte Gebiss.
    Planung der Implantate in Abhängigkeit von Knochenangebot, Knochendichte und angrenzenden Nachbarstrukturen (Kieferhöhle, Unterkiefer- Nerv, Wurzelverlauf der Nachbarzähne).
  2. Begleitende Sanierung des Restgebisses
    Falls erforderlich systematische Zahnfleischbehandlung, Kariestherapie, ggf. notwendige Zahnentfernungen, Wurzelfüllungen usw.
  3. Konkrete OP-Planung unter Berücksichtigung der Position und Achse des späteren Zahnersatzes.
  4. Implantation
    In der Regel unter Lokalanästhesie, bei umfangreichen Implantationen auch in Intubationsnarkose. Gegebenenfalls sind Regenerations- und Aufbauoperationen des Kieferknochens notwendig. Häufig ist auch das zeitgleiche Vorgehen von Implantation und Zahnentfernung vor allem im Frontzahnbereich möglich.
  5. Einheilphase
    von ca. 6 Wochen bis mehreren Monaten. In der Regel heilen die Implantate belastungsfrei ein. Die definitive Suprakonstruktion wird erst nach vollständiger knöchener Einheilung der Implantate eingegliedert. In der Zwischenzeit wird auf Wunsch ein provisorischer Zahnersatz eingegliedert, oder die bestehende Prothese umgearbeitet.
  6. Phase der definitiven prothetischen Versorgung
    Die endgültigen Kronen werden auf das Implantat entweder aufzementiert oder aufgeschraubt.
  7. Phase der Nachsorge
    Bei regelmässiger und guter Mundpflege sind Implantate der sicherste, dauerhafteste Zahnersatz mit großem Komfort. Wichtig ist aber eine engagierte und konsequente Mundhygiene. Ebenso wichtig ist auch die regelmässige professionelle Unterstützung durch eine Prophylaxehelferin. In regelmässigen Abständen (in der Regel 3-4 Monate) werden professionelle Zahnreinigung und weitere Vorsorgemaßnahmen für die Zähne und die Implantate durchgeführt.

So werden sie viel Freude haben und langfristig Kauen, Essen, Sprechen und Lachen können ohne Einschränkungen!

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